„Champs-Élysées des Niederrheins 2.0“

Welche Ziele sollten ereicht werden?

Die Digitalisierung durchzieht und verändert die Infrastruktur urbaner Lebenswelten. Die Stadt Wesel sieht in diesem Thema einen Schlüssel zur erfolgreichen Weiterentwicklung ihrer Positionierung als Mittelzentrum und gefragtes touristisches Ziel am Niederrhein – auch vor dem Hintergrund, dass die bauliche Basis für ein attraktives Zentrum mit dem „Masterplan Innenstadt“ im letzten Jahrzehnt gelegt wurde.

Mit der Teilnahme Wesels am Tag der Städtebauförderung sollen zunächst das Bewusstsein in der Bevölkerung über die Erfolgsgeschichte „Masterplan Innenstadt“ gestärkt und Interesse am Gesamtprozess erzeugt werden. So wird die bisherige Umsetzung nachhaltiger Maßnahmen, wie dem Umbau des Bahnhofs, der Neugestaltung der Fußgängerzone oder der überdurchschnittlich gut angenommenen Modernisierungsberatung einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Beim ersten Tag der Städtebauförderung 2013 adelte Landesminister Michael Groschek die neu eröffnete Fußgängerzone als „Champs-Élysées des Niederrheins“. Unter dem Titel  „Champs-Élysées des Niederrheins 2.0“ möchte Wesel nun den nächsten Schritt gehen und  den Handel als einen zentral bestimmenden Faktor der Urbanität der Stadt stärken. Durch kreative digitale Lösungen wie der Augmented Reality-App „Zeitsprünge Wesel“ sowie dem „Online-Schaufenster Wesel“, die auf Besonderheiten der Stadt abzielen und gleichzeitig einen öffentlichen Mehrwert erzeugen, sollen Alleinstellungsmerkmale geschaffen und Aufmerksamkeit auf die (Geschichte der) Stadt gelenkt werden.

Die „Champs-Élysées des Niederrheins 2.0“ soll dabei helfen, Wesels attraktive Flaniermeile als urbanen Mittelpunkt langfristig zu stärken.

Was wurde konkret gemacht?

Der Graf Dietrich von Cleve rief vor dem Historischen Rathaus, 774 Jahre nachdem er Wesel die Stadt- und Marktrechte vergeben hat, die „digitalen“ und somit weltweiten Marktrechte für Weseler Händler aus. Er forderte die Weseler auf, zum Stadtjubiläum 2016 erste gemeinsame Schritte in die digitale Welt zu gehen und konkrete Maßnahmen umzusetzen.

Im Anschluss lud er zu einem Stadtspaziergang ein, bei dem zwei konkrete Projekte gemeinsam mit den Beteiligten besprochen wurden. Über Fotografien in Schaufenstern entlang der Fußgängerzone wurde auf die Geschichte Wesels geblickt, die durch die nahezu völlige Zerstörung im Zweiten Weltkrieg heute nicht mehr abzulesen ist. Die Tour endete in einem Ladenlokal, in dem eine zukunftsträchtige Weiterentwicklung der Stadtspaziergänge präsentiert und gemeinsam erörtert wurde: die Augmented Reality-App „Zeitsprünge-Wesel“.

Zudem sucht Wesel mit dem „Online-Schaufenster Wesel“ seine Nische in der Online Shopping-Welt. Da Innenstadt mehr als Handel ist, soll damit ein niederschwelliger Einstieg in die digitale Welt für inhabergeführte Geschäfte wie auch für die kunstschaffende Szene und Gastronomie geschaffen werden. Das Konzept dazu wurde an diesem Tag erstmals öffentlich mit den Beteiligten diskutiert.

Zwei weitere Stadtrundgänge thematisierten den Masterplan Innenstadt. Anhand konkreter Beispiele zum Fassaden-/Modernisierungsprogramm wurde aufgezeigt, wie Wesel mit Unterstützung der Städtebauförderungsmittel die Innenstadt konsequent als urbanes Zentrum gestaltet hat, privates Engagement förderte und welche weiteren Maßnahmen anstehen. Die Stadtrundgänge endeten im Ladenlokal, in dem der Masterplan Innenstadt in Gänze präsentiert und mit interessierten Bürgern diskutiert wurde.

Der „Tag der Städtebauförderung“ wurde vom aufmerksamkeitsstarken und etablierten Fahrradaktionstag in der fahrradfreundlichen Stadt Wesel begleitet und garantierte somit ein hohes Besucheraufkommen.

 

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