„Weseler Seitensprünge“

KREATIV.RAUM.STADT

Der temporäre Verlust von freiRAUM durch den weiteren Umbau der Fußgängerzone im Sommer 2012 wurde zum Anlass genommen, neu über die Nutzung von vorhandenen und die Schaffung von neuen freiRäumen in der Innenstadt nachzudenken. Dazu wagten die Weseler einige SEITENSPRÜNGE zu innerstädtischen „Nebenschauplätzen“ oder zu vorhandenen Räumen, die sich für eine neue Nutzung eignen.

Begleitung der Umgestaltung der Fußgängerzone

Die Architekten der neuen Fußgängerzone stellten an einem Bauwagen der Diskussion mit Bürgern. Es waren interessante Gespräche in deren Verlauf Anregungen gegeben und die Planungen kritisch hinterfragt wurden. Die Weseler Seitensprünge waren permanent in der Fußgängerzone entlang der Baustelle präsent. Als Blickfang hatten Fotografen eines VHS Fotokurses ihre Freiräume in der Stadt festgehalten und oftmals mit einem ironischen Seitenhieb versehen. So waren Kühe auf dem Rheindeich mit dem Titel „Unser Kuhdamm“ zu sehen. Die Baustelle wurde durch solche Motive immer auch mit einem Schmunzeln wahrgenommen. Die insgesamt zwölf Motive gefielen Besuchern und Bürgern so gut, dass sie in einem Kalender dauerhaft erhalten bleiben.

Picknick auf dem "Großen Markt"

Am Großen Markt ist in Stein gehauene Weseler Geschichte erlebbar. Für ein Wochenende entstand hier erstmals in der Stadtgeschichte eine Naturrasenfläche. Die ISG Domviertel lud ihre Kunden deshalb zu einem außergewöhnlichen Event in ihr Viertel ein. Dem Aufruf zu einem Picknick auf den begrünten Großen Markt nahmen einen Tag später zahlreiche Besucher  wahr. Die Atmosphäre erlaubte eine völlig neue Sicht auf den Großen Markt als historisch gewachsenem Platz der Stadt. „Saitensprünge“ vereinte an einem Abend zwölf Bands in sechs Locations in der Stadt. Ein Aktion, die beim Publikum großen Anklang fand. Das gilt auch für die Hinterhof-Poesie. Bei dieser Aktion wurden unbekannte ruhige Orte in unmittelbarer Nähe der Fußgängerzone mit viel Atmosphäre durch Lesungen für Zuhörer zugänglich gemacht.

Eseltrekking

Aktivitäten mit dem Esel dürfen in Wesel nicht fehlen. Zu einem besonderen Erlebnis wurde das geführte Eseltrekking. Auf einer vierstündigen Tour erlebten die Teilnehmer die Gelassenheit und eigene Geschwindigkeit der Tiere. Hierdurch wurde der Blick auf die durchwanderte Landschaft am Rhein und rund um die Innenstadt geschärft. Im Schritttempo durch die Stadt zu gehen, ermöglichte es, Räume neu zu entdecken und für sich zu gewinnen.

Podiumsdiskussion Stadtentwicklung

Die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion „Demographie –Stadtentwicklung – Wohnen“ führte wesentliche Akteure der Stadt aus diesen Themenfeldern erstmals öffentlich zusammen. In einer lebhaften Gesprächsrunde wurden Lösungsansätze dargestellt, die den örtlich Handelnden Wege für eine positive Entwicklung aufzeigten. 

Fertig gestellter Bauabschnitt wird gemeinsam gefeiert

Mit dem Ende der Bauphase und zum Abschluss der Ab in die Mitte-Aktivitäten wurde der Blick wieder auf die nun neue Fußgängerzone gerichtet. Die ISG CityAchse eröffnete mit einer großen Straßenmodenschau im September den fertig gestellten Bauabschnitt. Am Ende einer für den Handel schwierigen Bauzeit, konnte durch die Veranstaltung nicht nur die „neue“ Straße präsentiert werden, sondern auch der Einzelhandel in eindrucksvoller Form die Leistungsstärke der Straße aufzeigen. Eine solche gemeinsame Aktion hatte es hier zuvor nicht gegeben. Sie hat dazu beigetragen, dass sich ein Gemeinschaftsgefühl auf der CityAchse entwickelt.

„Ich wusste gar nicht, dass wir in Wesel so schöne ‚unentdeckte Ecken‘ haben“ und „danke für das außergewöhnliche Programm an diesen Orten“ sind zwei Aussagen von Besuchern, die das Stimmungsbild zu den Seitensprüngen am besten widerspiegeln. Sie zeigen, dass Inszenierungen unbekannter oder ungewöhnlicher Orte helfen, aufzuklären und die Identität mit der eigenen Stadt zu stärken.

Der größte Gewinn für Wesel durch die Teilnahme an den Ab in die Mitte-Aktivitäten bleibt jedoch das Zusammenführen von aktiven Menschen vor Ort, um Aktionen zu entwickeln, umzusetzen und dauerhafte Verbindungen zu schaffen. Durch die jeweilige Themensetzung bei Ab in die Mitte gelingt es neue Impulse zu setzen, um Strukturen dauerhaft aufrecht zu erhalten sowie Akteure mit interessanten Ideen zu gewinnen und in dieses Netzwerk einzuflechten.

 

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